Quiz: Die Schokolade und ihre Geheimnisse

Quiz

Hinweis: Die Buchstaben ergeben das Lösungswort.

1. Bereits vor 3000 Jahren wurde Kakao von einer der frühesten mittelamerikanischen Hochkulturen, den Olmeken, welche im Tiefland der mexikanischen Golfküste lebten, genutzt. Nach dem Untergang dieser Hochkultur ließen sich die Mayas nieder und brauten ein bitteres und scharfes Gemisch aus Kakao und kaltem Wasser, welches bei heiligen Ritualen getrunken wurde. Auf die Mayas folgten die Tolteken und schließlich die Azteken. Letztere gaben dem Getränk nicht ohne Grund seinen Namen: „cacahuatl“ (bitteres Wasser), welches die spanischen Erober wiederum in „chocolatl“ umtauften. Womit würzten die Azteken es NICHT?
G) Chili
S) Zucker
F) Piment
H) Honig
T) Vanille

2. Von Spanien aus trat Schokolade ihren Siegeszug als heißes und gesüßtes Getränk im 17. und 18. Jahrhundert an und verbreitete sich in Europa und Nordamerika. Doch ist Schokolade den katholischen Spaniern in der Fastenzeit erlaubt?
L) Schokolade ist nach wie vor in der Fastenzeit verboten.
P) Flüssige Schokolade ist wie Bier erlaubt, denn „Flüssiges bricht Fasten nicht“.
E) Man sollte sie nur wie ein „Herrgottsb’scheißerle“ (Maultasche) gut tarnen.

3. Was ist richtig? Kakaobohnen sind die im Fruchtfleisch der gelben Früchten enthaltenen Samen …
E) … des Kakaobaums (Theobroma cacao).
Ü) … des Kakaostrauches (Theobroma cacao).
T) … der Kakaopalme (Theobroma cacao).

4. Welches Aufputschmittel enthält die Kakaobohne NICHT?
C) Theobromin
S) Koffein
I) Taurin

5. Was gehört nicht zur Gewinnung von Kakao?
K) Die Kakaobohnen werden durch eine Fermentierung (lat. für Gärung) vom Fruchtfleisch befreit sowie keimun- und somit lagerfähig.
L) Die Kakaobohnen werden getrocknet und gereinigt.
B) Die Bohnen werden geröstet.
S) Die Bohnen werden gedünstet.
E) Die Schalen und Keimlinge werden entfernt.
D) Die Bohnen werden gemahlen.

6. Was sind die Hauptzutaten von Schokolade?
E) Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Milchpulver
S) Zucker, Kakao, Butter, Sahne
I) Zucker, Kakao, Butter, Milchpulver
N) Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Sahne

7. Was ist richtig?
M) In Bitterschokolade ist kein Zucker enthalten.
_) In weißer Schokolade ist weder Kakaobutter noch Kakaomasse enthalten.
G) Weiße Schokolade enthält mehr Milchpulver als Milchschokolade.
N) Milchschokolade enthält als einzige alle vier Zutaten.

8. Was stimmt nicht? Je höher der Kakaoanteil, desto …
O) … bitterer die Schokolade.
D) … ungesünder die Schokolade.
E) … dunkler die Schokolade.

9. Die Kuvertüre (französisch: couverture=Bedeckung) dient z.B. zum Überziehen von Torten, Pralinen und Plätzchen sowie zur Herstellung von Ganache. Was stimmt nicht?
T) Die Kuvertüre ist dünnflüssiger und lässt sich leichter verarbeiten, da sie einen höheren Fettgehalt als normale Schokolade aufweist.
O) Sie wird oft durch Schokoladenglasur/kakaohaltige Fettglasur ersetzt, welche anstelle von Kakaobutter andere pflanzliche Fette (z.B. Kokosfett oder Palmfett) enthält. Fettglasur ist dadurch günstiger und minderwertiger, allerdings muss sie nicht temperiert werden.
E) Die Ganache/Canache/Pariser Creme, welche zum Füllen von Pralinen und zum Überziehen von Torten und Kuchen verwendet wird, besteht aus Kuvertüre und Butter oder Milch.

10. Das richtige Temperieren ist wichtig: Wenn die Kuvertüre wieder erstarrt, kann es ansonsten passieren, dass die Oberfläche bröselig, matt und grau wird. Doch wie temperiert man Kuvertüre richtig?
R) Sie muss zuerst erwärmt werden (40° bis 50° C), dann sollte sie abkühlen (26° bis 28°) und unter Rühren wieder erwärmt werden (29° bis 33° C).
E) Sie sollte langsam unter Rühren im Wasserbad erwärmt werden und sollte dann langsam abkühlen.
_) Sie muss zuerst erwärmt werden (29° bis 33° C), dann sollte sie abkühlen (26° bis 28° C) und unter Rühren wieder erwärmt werden (29° bis 33° C).

11. Eine Praline ist die Krönung der Chocolatierskunst. Wer die Praline erfand, ist allerdings umstritten, denn es gibt verschiedene Herstellungsmethoden (das Hohlkörper-, Überzieh- sowie das Schicht- und Schneideverfahren): Im 17. Jahrhundert benannte der deutsche Chefkoch des Marschalls von Frankreich sein Dessert aus in flüssigen Zucker getunkten Mandeln nach seinem Herrn, der Comte de Plessis-Praslin wurde damit zum Namensgeber der Praline. Nachdem bereits sein Großvater, der schweizer Apotheker Jean Neuhaus, sich 1857 in Brüssel niedergelassen und seine Medikamente mit Schokolade überzogen hatte, um sie leckerer und beliebter zu machen, entwickelte der Chocolatier Jean Neuhaus 1912 das Verfahren, Metallformen mit flüssiger Schokolade auszugießen, zu füllen und dann mit einem Schokoladenplättchen zu verschließen. Was trifft nicht auf die Praline zu?
G) Sie darf nur als Praline bezeichnet werden, falls sie einen Schokoladen­anteil von mindestens 25 Prozent aufweist, ansonsten ist sie Konfekt.
N) Sie muss mundgerecht sein.
_) Trüffel-Pralinen sind kugelförmig und enthalten Trüffel.

12. 1828 ließ Coenraad Johannes van Houtens die erste Kakaobutterpresse patentieren, mit welcher sich ein großer Teil des Fettes aus der Kakaomasse pressen ließ, das Kakaopulver war geboren. Bei der Herstellung des Pulvers blieb allerdings Kakaobutter übrig, für welche man zunächst keine Verwendung fand. Das englische Unternehmen „Fry & Sons“ mischte 1847 das Kakaopulver und Zucker mit geschmolzener Kakaobutter (anstelle von warmem Wasser) und goss den Teig in Formen, die Tafelschokolade war erfunden. Was ist falsch?
Ö) Durch die Erfindung der Kakaobutterpresse konnte man das ursprünglich dickflüssige und schaumige Getränk leichter zuzubereiten und es war leichter verdaulich.
O) Manche lieben noch immer dickflüssige Trinkschokolade: Die Spanier lieben ihre „Chocolate con churros“: Milch und Bitterschokolade wird hier mit Stärke vermischt und hierzu ein in Fett ausgebackene Spritzgebäckstreifen serviert. Die heiße Schokolade Wiener Art ist ebenfalls dickflüssig, doch sie enthält Eigelb und erhält eine Sahnehaube. Die Schweizer dagegen bevorzugen eine Prise Salz in ihrer heißen Schokolade und die Italiner geben noch etwas Kakaopulver hinzu.
G) Die „Russische Schokolade“, bei welcher Kakaopulver mit einem Schuss Wodka, Rum oder Cognac gemischt wird, ist in Russland sehr beliebt.
T) In Deutschland und den Niederladen bevorzugt man dagegen Kakaopulver.

13. Der Chemiker Henri Nestlé entwickelte 1867 ein Verfahren, mit dem man Milchpulver produzieren konnte. Der Schokoladenfabrikant Daniel Peter kam auf die Idee diese Erfindung zu nutzen, um die Milchschokolade zu erfinden. Welche Nationälität hatten beide Herren?
Ö) Sie waren Schweizer.
E) Sie waren Franzosen.
L) Sie waren Belgier.
S) Sie waren Deutsche.

14. Rodolphe Lindt entwickelte 1879 ein Verfahren zum Conchieren. Das Wort (lat. concha= Muschel) bezieht sich auf das verwendete muschelförmige Gefäß. Doch was ist conchieren? Conchieren bezeichnet …
T) … das stundenlange Erwärmen und Umrühren von Schokolade, damit sich die Aromen aller Inhaltsstoffe voll entfalten können und der spezielle Schokoladengeschmack entsteht.
&) … das schonende Rösten von Bohnen.
D) … das schonende Mahlen der Bohnen.
E) … das vor- und feinwalzen, um eine hauchdünne Schicht und die spätere Cremigkeit der Schokolade zu erreichen.

15. Nur eine Lagerung von Schokolade ist optimal, doch welche?
T) Die Schokolade sollte an einem dunklen, kühlen und trocken Ort aufbewahrt werden.
I) Am besten lagert man sie im Kühlschrank.
_) Die Schokolade stört sich nicht an Temperaturschwankungen.
R) Ihr können geruchsintensive Nachbarn nichts anhaben, denn sie nimmt keine Gerüche an.
Z) Schokoladenbäume wachsen in den Tropen, auch Schokolade mag es daher hell, warm und feucht.

16) Was ist falsch?
C) Schokolade ist für Katzen, Hunde, Vögel und Pferde giftig, da ihr Stoffwechsel das in der Schokolade enthaltene Theobromin nur langsam abbauen kann.
D) In England mag man die Tafelschokolade erfunden haben, es ist aber bis heute Frauen verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln Schokolade zu essen.
R) Wenn dem amerikanischen Militärforscher Percy Spencer nicht während seiner Arbeit Schokolade in seiner Hosentasche geschmolzen wäre, hätte er nicht die Mikrowellenherd erfunden.
W) Kakao, welche bei den Mayas als Quelle der Weisheit wie Energie galt, war für sie Medizin, Aphrodisiakum, Opfergabe und zugleich ein Zahlungsmittel.
E) Die in Schokolade enthaltenen Mengen an den Aufputschmittel Koffein und Theobromin sowie die des Glückshormons Serotonin sind hoch genug, um uns munter und glücklich zu machen.

17) Die berühmteste Schokoladentorte der Welt ist die Sachertorte. 1832 war der Chefkoch von Fürst Metternich erkrankt, so musste der 16 Jahre alte Lehrling Franz Sacher übernehmen und erfand das Grundrezept der Sachertorte, welches sein ältester Sohn Eduard verfeinerte und ab 1876 im neu gegründeten Hotel Sacher anbot. Doch welche Konfitüre wird verwendet?
R) Aprikosenmarmelade
N) Mirabellenmarmelade
H) Mandarinenmarmelade
_) Erdbeermarmelade
O) Himbeermarmelade
A) Pfirsichmarmelade

Das Lösungswort finden Sie in der Überschrift dieses Artikels.

Hier finden Sie eine Dokumentation über Schokolade.

 

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen:

„Träume Dir das Leben schön

und

mache aus diesen Träumen eine Realität.“

Marie Curie