Test Selfstorage: Myplace in Berlin und München

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Berlin Myplace

Bei einem Umzug oder einem längeren Auslandsaufenthalt stellt sich häufig die Frage, wo man Hausrat einlagern kann. Die günstigste Alternative ist es sicherlich, ihn bei Freunden oder der Familie unterzubringen.

Falls man dies nicht will oder kann, gibt es in Großstädten kommerzielle Anbieter. Sie finden sie im Internet unter „Selfstorage“.

Ich habe  im Herbst 2016 in Berlin und im Sommer 2017 in München bei „Myplace“ jeweils die kleinste Lagerbox für Hausrat gemietet. Von meinen Erfahrungen möchte ich Ihnen nun berichten.

Ablauf

Zuerst habe ich mir überlegt, was ich einlagern möchte und wie groß das Abteil sein sollte. Als Faustregel gilt: 10% der Wohnungsfläche entspricht dem Lagerbedarf. Nutzen Sie aber die Möglichkeit und trennen Sie sich von überflüssigem Hausrat. Danach habe ich mich im Internet informiert, welche Anbieter für Selfstorage es gibt und falls möglich Ihre Preise verglichen. Leider waren die Preise nur sehr selten angegeben und vergleichbar. Ich habe mich für Myplace entschieden, da sie sichere und trockene Lageboxen zu passablen Preisen anboten. Danach habe ich die Preise verschiedener Standorte von Myplace in Berlin bzw. München verglichen und mich für den jeweils günstigsten Standort entschieden. Schließlich habe ich ein Abteil kostenlos im Internet reserviert.

Per E-Mail erhielt ich sehr schnell die Antwort, dass ein Abteil frei sei. Bei der Reservierung hatte ich angegeben, dass ich das kleinste und günstigste Abteil benötige. Anstatt der Preise im Internet war in Berlin nur ein Abteil mit 120cm x 100cm und in München eines mit 70cm x 100cm frei. Sie kosteten jeweils 43€ für 4 Wochen. Der erste Monat war als Probemonat kostenfrei. Zusätzlich fiel eine Versicherung von 6€ für 6 Wochen und einmalige Kaution von 66€ an.

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Vor Ort wurde mir das Abteil von freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen gezeigt. Ich habe sofort den Vertrag abgeschlossen und eine Einzugsermächtigung erteilt. Den Mietbeginn konnte ich frei und zeitnah wählen. Der Zugangscode wurde mir sofort ausgehändigt.

 

Die Einlagerung  war sehr unproblematisch: Ich konnte sowohl in Berlin als auch in München direkt vor den Lagerhäusern parken. Beide Gebäude waren aber auch mit dem öffentlichen Nahverkehr sehr gut erreichbar.

 

Mit meinem Zugangscode hatte ich täglich von 6 bis 22 Uhr Zugang zu meinem Abteil. Beachten Sie aber, dass Mitarbeiter nur in den sehr viel kürzeren Öffnungszeiten des Büros vor Ort sind und Ihre Fragen beantworten können.

 

Meine Kartons konnten ich mit den bereitstehenden Karren und in großen Aufzügen zu meinem Abteil  transportieren.

 

Die monatlichen Rechnungen erhielt ich jeweils per E-Mail. Die Kündigung war monatlich per E-Mail möglich und ich erhielt die Kaution schnell zurück.

Worauf Sie achten sollten:

  • Die Sicherheit: Wie ist der Zugang zum Gebäude geregelt? Gibt es eine Videoüberwachung? Wie ist das Abteil gegen Diebstahl gesichert (z.B. einem Vorhängeschloss)? Gibt es Sprinkleranlagen oder anderen Brandschutz?
  • Die Versicherung: Sind die eingelagerten Sachen gegen Diebstahl, Brand und Wasserschäden abgesichert? Die Hausratsversicherung gilt nur bei vorübergehender Einlagerung bis etwa 3 Monate und muss über die Einlagerung informiert werden. 
  • Die Öffnungszeiten des Lagers und des Büros: Wann habe ich Zugang zu meinem Abteil?
  • Die Laufzeit: Wann ist der Mietbeginn möglich? Wie lange sind die Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen? Ist eine nachträgliche Verlängerung möglich?
  • Der Preis: Die Kosten hängen vor allem von der Größe, der Sicherheit, der Laufzeit und der Lage ab. Fragen Sie sich vorab, was Sie wollen und worauf Sie verzichten können.
  • Der Schutz: Ist der Hausrat vor Feuchtigkeit und Kälte geschützt? Gibt es z.B. eine Heizung und eine Klimaanlage?
  • Die Lage: Wo liegt das Lager? Wird ggf. eine Abholung und Lieferung des Hausrats angeboten und falls ja, zu welchen Preisen und Konditionen?
  • Die Anlieferung: Gibt es genügend Parkplätze vor dem Gebäude? Gibt es Karren für den Transport? Gibt es Aufzüge? Erreiche ich das Lager ggf. auch mit öffentlichen Verkehrsmittel, falls ich nur einzelnen Hausrat wieder benötige?

Meine Tipps

  • Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Anbieter. Achten Sie hierbei allerdings nicht nur auf den Preis. Falls Sie sich für Myplace entscheiden, vergleichen Sie auch die Preise verschiedener Standorte in Ihrer Stadt. 
  • Stapelbare Umzugskartons sind für ein günstiges Abteil sehr sinnvoll, da man die Höhe einer kleinen Box ausnutzen kann. Kaufen Sie die Kartons möglichst selbst im Baumarkt oder bei Ikea. Die von Myplace angebotenen Umzugskisten sind überteuert.
  • Alternativ bieten sich auch die günstigen Boxen mit Deckel aus der Serie „Samla“ von Ikea an. Ich verwende sie als Wäschekorb, zum Einlagern und für einen Umzug. Sie sind zwar teurer, halten aber länger als Umzugskisten und schützen den Hausrat besser vor Feuchtigkeit oder Schmutz.

  • Bringen Sie Ihr eigenes Padlock mit oder kaufen Sie dieses günstig im Baumarkt.

  • Notieren Sie sich den Zugangscode oder stecken Sie die Visitenkarte von Myplace mit dem Zugangscode in Ihren Geldbeutel. Trotz der Hektik am Umzugstag sollten Sie den Code griffbereit haben.

Mein Fazit

Selbstverständlich sind gerade bei längerer Einlagerung die Preise sehr hoch. Man sollte sich daher zuvor überlegen, was man einlagert und diese Gelegenheit auch nutzen, um überflüssigen Hausrat zu verkaufen, zu verschenken oder zu entsorgen.

Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem unkomplizierten und kompetenten Service und der sicheren Lagerung bei Myplace. Negativ fand ich die hohen Preisen und die Preisgestaltung aller Anbieter.

Andere Anbieter 

Auch Lagerbox, Yubs, Shurgard und Pickens bieten Selfstorage an.

Eine wunderschöne Reise