Der Besuch in einem Katzencafé

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Bedauerlicherweise kann ich selbst keine Katze halten, da ich in einer kleinen Wohnung in der Großstadt lebe, außerdem mangelt es mir neben Platz auch an Zeit und ich gehe gerne auf Reisen. Eine eigene Katze oder einen eigenen Hund zu haben, mag weder für mich noch das Haustier sinnvoll sein, trotzdem vermisse ich den Kontakt. Welche Alternativen habe ich?

Das Katzencafé

Eine Alternative für mich könnte ein Katzencafé sein. In diesem wird auch Kaffee und Kuchen serviert. Die Besonderheit ist, dass im Lokal Katzen leben, welche man streicheln kann.

Das erste Katzencafé, das „Cat Flower Garden“, eröffnete 1998 in Taipei (Taiwan). Vor allem in Japan erfreuen sich die Cafés heute großer Beliebtheit, denn die Haltung von Tieren ist aufgrund des chronischen Zeit- und Platzmangels der Japaner oft nicht möglich.
In Japan muss man in den Neko Cafés Eintritt zahlen. Aus Hygienegründen sollte man außerdem am Eingang die Hände waschen und desinfizieren sowie die Schuhe ausziehen, bevor man die Katzen streichelt.
Aufgrund der großen Beliebtheit gibt es in Japan mittlerweile auch Kaninchen-, Vogel- und Hunde-Cafés.

Das erste Katzencafé in Deutschland, der „Katzentempel“, eröffnete 2013 in München. Auf 160 Quadratmeter leben die Rassekatzen Ayla, Balou, Gizmo, Jack, Robin und Saphira. Sie wurden alle von der Tierschutzorganisation gerettet und vermittelt.

Mein Besuch des Pee Pees Katzencafés in Berlin

Am Eingang muss ich die Schleuse passieren, sie gewährleistet, dass keine Katze entwischt. Ich öffne daher die erste Tür und schließe sie, bevor ich die zweite Tür öffne.

Zuerst wasche ich mir die Hände, erst dann darf ich die Katzen streicheln.

Einen Tisch finde ich werktags schnell. Das Ambiente des Cafés ist gemütlich und es gibt viele Liege-, Kletter- und Spielmöglichkeiten für die Stubentiger.

Das Personal ist sehr freundlich sowie der Latte Macciato und der selbstgebackene Kuchen vom Geschmack und Preis in Ordnung. Hierbei sollte man bedenken, dass man keinen Eintritt bezahlt und die Haltung der Katzen Geld kostet. 

Ich genieße das Beobachten und Streicheln der Katzen. Man sollte allerdings wissen, dass Katzen ihren eigenen Kopf haben und man sie weder zwingen sollte noch kann, gestreichelt zu werden. Es gibt daher keine Garantie, ob und wie lange eine Katze den Gästen Gesellschaft leistet. 

Problematisch finde ich die hygienischen Bedingungen: Die Katzen laufen auf den Tischen und Tresen herum. Auch bin ich es nicht gewohnt, während des Essens eine Katze zu streicheln.

Mein Fazit

Der Besuch im Katzencafe hat mir gut gefallen. Die Katzen scheinen sich wohlzufühlen und ich kann sie besuchen, wann immer ich Zeit und Lust habe. Dass ich während meines Aufenthalts nur kurz Katzen streicheln konnte, stört mich nicht, ich schätze gerade, dass die Vierbeiner ihren eigenen Kopf haben und mir genügt es sie zu beobachten.

Preise und Informationen zum Café und den Katzen finden Sie auf http://peepeeskatzencafe.de.

Adressen

Die Alternativen

Eine Alternative wäre Dog-Sharing, bei dem sich zwei Herrchen einen Hund teilen, ob der ständige Wechsel für den Hund optimal ist und ob das Teilen mit einem Fremden langfristig funktioniert, wäre mir allerdings zu unsicher.

Eine alte und bewährte Alternative ist ehrenamtlich als Gassigeher oder Katzenstreichler in Tierheimen auszuhelfen. Dies ist kostenlos und hilft den Tieren, allerdings ist es oft nur zu bestimmten Zeiten möglich.

Als weitere Alternative verbliebe der Besuch von Haustieren bei Verwandten, Freunden und Bekannten sowie das gelegentliche Aufpassen auf die Vierbeiner.